Die dritte Runde der österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft fand im steirischen Greinbach statt. Im PS-Racing Center wurde den Piloten viel Abwechslung geboten; zumindest zeigte sich das Wetter von all seinen Seiten. War es in den freien Trainings noch feucht und nass, so trocknete es im Zeittraining allmählich auf. Dennoch war es nicht möglich den Offroad zu fahren.
Ohne den Geländeanteil waren die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern sehr gering und das Feld lag großteils sehr eng beieinander. Hanson Schruf kämpfte hart um mit seiner Husaberg FS570 eine saubere und schnelle Runde zu erwischen. Schlussendlich musste er sich aber mit Platz sechs und somit mit der zweiten Reihe in der Startaufstellung zufrieden geben.

Lauf 1: Guter Start als Grundstein für den zweiten Endrang
Beim Start profitierte Hanson Schruf von seiner Erfahrung. Mit dem Blick für die Lücke und mit einer sehr guten Reaktion, konnte der Husaberg-Pilot bereits nach der ersten Kurve zwei Plätze gut machen. Auf Position vier liegend startete der Niederösterreicher den Angriff auf die Spitze.
In Führung liegend konnte sich Heinz Hochreiter ein wenig vom Feld absetzen. Auf den Plätzen folgten Thomas Neuburger, Andreas Rothbauer und Hanson Schruf. Rothbauer und Schruf erhöhten von Runde zu Runde kontinuierlich den Druck auf Neuburger.
In Runde vier war es dann soweit. Neuburger konnte seinen Verfolgern nicht mehr Parole bieten und musste Rothbauer und Schruf vorbeilassen. Der Pottensteiner lag nun an Position drei und versuchte alles, um noch weiter nach vorne zu kommen. Rundenlang blieb der Abstand zwischen den drei Führenden konstant, bis in der achten Runde überraschend der Führende Hochreiter seine Kontrahenten vorbeiwinkte. Hochreiter musste das Rennen mit einem defekten Hinterreifen aufgeben.
Rothbauer erbte die Führung und Hanson Schruf den zweiten Platz. Obwohl der Husaberg-Pilot noch bis zum Schluss versuchte Boden auf Rothbauer gut zu machen, blieb es bei dieser Platzierung. Hanson Schruf beendete den ersten Lauf auf Platz zwei.

Ergebnis Lauf 1: 1. Rothbauer, 2. Hanson Schruf (Husaberg), 3. Wiesinger, 4. Neuburger, 5. Höllbacher

Lauf 2: Kleiner Patzer – große Spannung
Der Start zum zweiten Lauf verlief noch nach Plan. Kaum war der Start freigegeben, ließ Hanson Schruf die Kupplung losschnellen und drehte ordentlich am Gasgriff. Der Husaberg-Pilot bog an der fünften Stelle liegend in die erste Kurve ein und machte bereits früh Druck auf seine Vorderleute.
Nach der guten Leistung im ersten Lauf wollte Hanson Schruf auch dieses Mal aufs Podium. Der Vorwärtsdrang des Niederösterreichers wurde aber in der zweiten Runde durch einen Sturz abrupt gestoppt. Obwohl Hansons Husaberg FS570 sofort wieder ansprang, konnte er nur auf Platz 15 liegend das Rennen wieder aufnehmen.
Geht nicht gibt’s nicht – das war das Motto der fulminanten Aufholjagd die nun folgte. Runde um Runde fand Hanson Schruf Lücken, Schlupflöcher und Spuren, die bis dahin keiner gesehen hat. Und Runde um Runde machte er Plätze gut. Für den Niederösterreicher ging das Rennen allerdings nicht lange genug. Hanson Schruf sah als Fünfter die karierte Flagge.

Ergebnis Lauf 2: 1. Rothbauer, 2. Hochreiter, 3. Neuburger, 4. Wiesinger, 5. Hanson Schruf (Husaberg)

In der Tageswertung belegte Hanson Schruf den hervorragenden dritten Platz. In der Staatsmeisterschaftswertung liegt Hanson Schruf mit einem Punkt Rückstand hinter Andreas Rothbauer auf Platz zwei; der Husaberg-Pilot hält aktuell bei (wie könnte es bei seiner Startnummer auch anders sein) 112 Zählern.

Leider wurde der für 24. & 25. Juli geplante Lauf in Rechnitz abgesagt. Somit gibt es nun für alle Piloten der österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft eine längere Pause. Weiter geht es erst am 4. & 5. September im Motorsportpark Bad Fischau (Nö).
Die lange Pause wird Hanson Schruf intensiv nutzen um aus seiner Husaberg FS570 und aus seinem Körper noch ein paar Zehntel-Sekunden herauszuholen.