Sportlich dreht sich bei den meisten Menschen derzeit alles um Schifahren, Schispringen und die kommende Winter-Olympiade. Die Motorrad -Saison ist fĂĽr die meisten Menschen noch weit entfernt. Die derzeitigen Thermometer-Werte lassen die meisten Menschen nicht an Motorradfahren denken. Die meisten Menschen bevorzugen bei Schnee WollmĂĽtzen, Schals und Schi.
Hanson Schruf bevorzugt bei Schnee einen Helm, Brustpanzer und eine Husaberg FE 570.  Bei Hanson drehte sich letztes Wochenende alles um das Snow Speed Hill Race in Eberschwang (OÖ). Und Hanson drehte beim Rennen ordentlich am rechten Griff:


Die Tage vor dem Rennen waren geprägt von Planen, Tüfteln und Probieren, denn der niederösterreichische Husaberg-Pilot hatte keinerlei Erfahrungswerte für ein Viertelmeilen-Rennen auf einer Schipiste.

 

Die Trainings verliefen für Hanson Schruf einigermaßen nach Plan. Er konnte die Läufe zwar nicht dominieren, kam aber mit dem weichen Schnee bereits von Anfang an gut zurecht. Die Qualifikation für den Hauptbewerb und der erste Vorlauf waren für Hanson dank seiner Motorsport-Erfahrungen und seiner starken Husaberg FE 570 kein großes Problem.
Anders sah es dann im Viertelfinale aus. Vom Start weg sah es noch sehr viel versprechend aus, aber Hanson Schruf erwischte nach dem Sprung eine sehr ausgefahrene und weiche Spur. Da konnte auch die leistungsstarke Husaberg nicht mehr helfen.

Hoffentlich klappts im Hoffnungslauf
Sechs Starter, nur der Sieger kommt weiter – das sind die Rahmenbedingungen für den Hoffnungslauf. Mit diesen Zutaten ist klar, dass der Start entscheiden ist. Das Rennen wird durch ein Flaggensignal gestartet und Hanson kreuzt unfreiwillig die gesamte Bahn und findet sich kurz nach dem Start auf dem fünften Platz wieder.
Nur der Sieger des Laufes kommt weiter. Nur die Husaberg FE 570 hat die nötige Leistung um das noch zu ermöglichen. Hanson dreht den Gashahn bis zum Anschlag und schafft es auch die Leistung in Vortrieb und eine bessere Platzierung umzuwandeln. Mit Tageshöchstweite über den gewaltigen Sprung in der Mitte der Strecke konnte Hanson einen weiteren Piloten überholen. Auf dem steilsten Streckenabschnitt und Meter vor dem Ziel schaffte Hanson das erhoffte. Sieg im Hoffnungslauf und somit Aufstieg in das Halbfinale.

Das Halbfinale verlief für Hanson Schruf wieder nach Plan – klarer Aufstieg ins Finale, in dem mit Robert Jonas der Titelverteidiger des Vorjahres wartete. Jonas war auch der Fahrer, der das Finale dominierte. Hanson kam vom Start gut weg und konnte anfangs mit Jonas gut mithalten. Leider erwischte der Husaberg-Pilot eine schlechte Spur mit tiefem Schnee und musste Jonas ziehen lassen. Der fehlende Schwung kostete den Niederösterreicher auch noch das Treppchen, denn er musste noch zwei weitere Fahrer ziehen lassen.

Platz vier fĂĽr Hanson Schruf und seiner Husaberg FE 570 beim stark besetzten Snow Speed Hill Race!

Link: Snow Speed Hill Race Eberschwang
Fotos: Martin Sulzbacher