Das Finale der internationalen österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft ging am Wachauring in Melk (Nö) über die Bühne. An diesem Wochenende standen in jeder Klasse drei Rennentscheidungen am Programm – dementsprechend stressig war der Zeitplan.
Für Hanson Schruf verlief die bisherige Saison nicht nach Wunsch. Trotz vollem Einsatz waren die Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Auch für das Zeittraining hatte der Husaberg-Pilot andere Erwartungen. „Ideal wäre ein Startplatz in der ersten oder zweiten Reihe gewesen. Leider hatten wir mit ein paar Problemen zu kämpfen und das Ergebnis ist nun doch enttäuschend.“
Das Ergebnis des Zeittrainings war fĂĽr Hanson Schruf der 14. Rang und somit nur die vierte Startreihe.

In der wenigen Zeit zwischen Zeittraining und dem ersten Rennen versuchte der Niederösterreicher mit kalkuliertem Risiko: „Wir haben nun ein paar Komponenten am Motorrad geändert und erhoffen uns so eine deutlich bessere Performance.“
Zu Beginn des ersten Rennens schien der Plan des Pottensteiners aufzugehen. Hanson Schruf legte einen perfekten Start hin pflĂĽgte durch das halbe Feld. Auf Platz sieben liegend kam der Husaberg-Pilot aus der ersten Runde zurĂĽck. Gegen Mitte des Rennens hatte Hanson Schruf keinen Vortrieb mehr und war gezwungen das Rennen vorzeitig zu beenden.

Ergebnis Lauf 1: 1. Maier, 2. Esterbauer, 3. Rothbauer, DNF Hanson Schruf (Husaberg)

Am Sonntag fanden zwei weitere Entscheidungen in der Klasse S-Open statt. Vor dem zweiten Rennen wurde im Husaberg-Zelt intensive Fehlersuche betrieben. Dass die Suche von Erfolg gekrönt war, bewies Hanson Schruf im zweiten Rennen des Wochenendes. Auch bewies der Niederösterreicher, dass mit einem 14. Startplatz noch nichts verloren ist.

Mit einem Katapultstart schaffte es der Husaberg-Pilot innerhalb der ersten Runde neun Gegner zu überholen. Hanson Schruf passierte die Start-Ziellinie auf Platz fünf liegend und hatte den Viertplatzierten in Schlagdistanz. Beim Versuch auf seinen Vordermann druck zu machen, konnte der Niederösterreicher einen Rutscher nicht mehr abfangen und musste zu Boden. Beim Sturz wurden die Hebeleien des Motorrads in Mitleidenschaft gezogen und ein ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken. Somit gab es für Hanson Schruf auch im zweiten Rennen keine Punkte.

Ergebnis Lauf 2: 1. Maier, 2. Esterbauer, 3. Schönleitner, DNF Hanson Schruf (Husaberg)

Der Start zum dritten Rennen klappte für den Husaberg-Piloten wieder sehr gut. Hanson Schruf konnte sich zwar an zahlreichen Fahrern vorbeischieben, wurde aber in der ersten langen Rechtskurve in den Kies abgedrängt. Dadurch musste sich der Niederösterreicher vor dem Offroad-Teil am Ende des Feldes wieder einreihen. Nach dem kurzen Offroad hatte Hanson Schruf bereits wieder drei Plätze gut gemacht. Mit Wut im Bauch schnappte sich der Husaberg-Pilot einen Kontrahenten nach dem anderen und lag gegen Mitte des Rennens bereits in Schlagdistanz zu den Top Ten.
Das Rennende rückte immer näher und Hanson Schruf versuchte weiter Boden gut zu machen. Beim Versuch die Top Ten zu attackieren, rutschte dem Pottensteiner vor dem Table das Vorderrad weg und er musste zu Boden. Ein paar der hinter ihm liegende Fahrer nutzten die Chance und zogen am Niederösterreicher vorbei. Hanson Schruf konnte bis zur Ziellinie nur mehr wenig Boden gut machen und beendete das Rennen auf Rang 15.

Ergebnis Lauf 3: 1. Maier, 2. Bauer, 3. Esterbauer, 15. Hanson Schruf (Husaberg)

Hanson Schruf: „Nach dem Staatsmeister-Titel im Vorjahr waren die Erwartungen für heuer ziemlich hoch. Leider war es eine recht verkorkste Saison und ich konnte zu selten gute Ergebnisse einfahren.
Dennoch gilt mein Dank meinen Sponsoren und meinen Unterstützern. Ich werde das restliche Jahr noch intensiv nutzen, um bereits Vorbereitungen für die Saison 2012 zu machen. Nächstes Jahr will ich wieder voll angreifen und vorne mitmischen.“