Der Auftakt zur Supermoto-Staatsmeisterschaft in Greinbach (Stmk) verlief für Husaberg-Pilot Hanson Schruf durchwachsen. In den freien Trainings am Samstag hatte der Niederösterreicher Probleme sich und seine Husaberg FS570 auf die Strecke im PS Racing Center Greinbach einzustellen.

Auch das Zeittraining in der Klasse S-Open verlief nicht nach den Vorstellungen des amtierenden Staatsmeisters. Gegenüber den freien Trainings konnte Hanson Schruf zwar einen kleinen Schritt nach vorne machen, aber der große Erfolg blieb aus. Der Niederösterreicher musste sich mit dem elften Rang in der Startaufstellung begnügen.
Nach dem Zeittraining tüftelte Hanson Schruf intensiv um noch ein paar Zehntel herauszuholen.
In der Nacht auf Sonntag begann es zu regnen und es sollte bis zum letzten Rennen nicht mehr trocken werden. Mit der Veränderung der äußeren Bedingungen wurden die Karten neu gemischt: wer kommt mit der nassen Fahrbahn am besten zurecht und wer kann sein Motorrad am schnellsten auf Regen einstellen?

 

Erfahrung ist im Motorsport sehr viel Wert. Nach zehn Jahren Supermoto und diversen weiteren Jahren Motocross, hat Hanson Schruf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Diesen machte sich der Husaberg-Pilot im ersten Rennen zu Nutze.
Hanson Schruf startete bei Regen von Position elf. In die erste Kurve bog er als Neunter ein. Und vier Kurven später lag der Niederösterreicher bereits auf Position sechs. Leider ging der Durchmarsch nicht weiter.
Hinter Höllbacher und Schreyer war leider Schluss. Während Hanson Schruf versuchte einen Weg vorbei am Deutschen Schreyer zu finden, konnten sich an der Spitze Maier, Rothbauer und Esterbauer ein wenig absetzen. Bei regennasser Fahrbahn wird jeder Fehler bestraft. In Runde zehn hatte Höllbacher einen Rutscher und musste zu Boden, wodurch Schreyer und Hanson Schruf einen Platz gutmachten. Der Husaberg-Pilot konnte sich aber nur kurz darüber freuen. Von hinten machte Stehrer Druck und in Runde 13 ließ Hanson Schruf dem jungen KTM-Piloten ein wenig zu viel Platz, den dieser sofort nutzte um am Niederösterreicher vorbeizugehen. Bis zum Ziel war es Hanson Schruf nicht mehr möglich einen Platzierung gut zu machen.
Ergebnis Lauf 1: 1. Maier, 2. Rothbauer, 3. Esterbauer, 4. Schreyer, 5. Stehrer, 6. Hanson Schruf (Husaberg)

 

Das zweite Rennen begann sehr ähnlich. Der Regen hatte aufgehört, und auf der Fahrbahn stand nur mehr stellenweise das Wasser.
Auch bei diesem Start konnten Hanson Schruf und seine Husaberg FS570 überzeugen. Bereits nach der ersten Kurve lag Hanson Schruf auf Position fünf. An der Spitze konnten Höllbacher und Maier ein kleines Loch auf die Verfolger aufreißen.
Auf den Plätzen folgten Rothbauer, Esterbauer und Hanson Schruf. Diese drei kämpften hart um den verbleibenden Podiumsplatz.
Mit der Zeit begann eine Spur aufzutrocknen. Das machte Überholversuche noch schwieriger. Hanson Schruf versuchte zwar immer wieder an Esterbauer vorbeizukommen, musste sicher aber schlussendlich mit dem fünften Platz zufrieden geben.
Ergebnis Lauf 2: 1. Höllbacher, 2. Maier, 3. Rothbauer, 4. Esterbauer, 5. Hanson Schruf (Husaberg)

In der Tageswertung belegte der Niederösterreicher den fünften Rang.

Hanson Schruf: „Nach dem verhauten Zeittraining bin ich mit dem fünften Platz in der Tageswertung nicht unzufrieden. Vor allem das zweite Rennen stimmt mich zuversichtlich für die nächsten Rennen, da die Rundenzeiten wirklich sehr gut waren.“

Das nächste Rennen zum Supermoto Intercup findet bereits in 2 Wochen, am 28. und 29. Mai, auf dem Nordring in Fuglau/Niederösterreich statt.