Hanson Schruf gewinnt StaatsmeisterschaftDas Finale der internationalen österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft fand am Wachauring in Melk (Nö) statt. Hanson Schruf kam als Meisterschaftsführender nach Melk. Er startete mit einem winzigen Vorsprung von vier Punkten in das entscheidende Rennwochenende. Bei nur vier Punkten Abstand zum Zweitplatzierten brauchte sich der Niederösterreicher keine Gedanken über Strategie und Taktik machen. Denn nur mit Vollgas war es möglich den Vorsprung über die Ziellinie zu retten.

Neben Hanson Schruf hatten noch Heinz Hochreiter, Andreas Rothbauer und Christian Schreyer reelle Chancen auf den Titel. Es wurde ein spannender Kampf um den Titel:
ein gutes Zeittraining sollte für Hanson Schruf eine solide Basis für die beiden Rennen und somit für den Staatsmeisterschafts-Titel schaffen. Allerdings kämpfte der Niederösterreicher mit der Strecke und der passenden Reifenwahl für seine Husaberg.
Das Zeittraining war zu kurz um ein perfektes Setting zu finden. Somit belegte der Niederösterreicher nur den elften Platz und startete aus der dritten Startreihe in die entscheidenden Rennen.

Lauf 1: Ein guter Start ist die halbe Miete

Das WarmUp nutzte der Niederösterreicher ideal und konnte mit den Erfahrungen vom Zeittraining seine Husaberg FS 570 rechtzeitig vor den entscheidenden Rennen sehr gut auf die Streckenverhältnisse einstellen. Dennoch stand ein heißer Kampf bevor, denn der elfte Startplatz war nicht ideal.

Aber Hanson Schruf ist Rennfahrer; ein Rennfahrer mit Erfahrung. Und all seine Erfahrung legte Hanson Schruf beim Start zum ersten Lauf in die Waagschale und konnte sich vom elften Startrang bis auf Platz vier nach vorne katapultieren.
An der Spitze setzte sich Rothbauer, dicht gefolgt von Schreyer, vom Rest des Feldes ab. Mit einem Respektsabstand folgte der deutsche Husaberg-Pilot Jochen Jasinski. Dahinter kämpfte Hanson Schruf mit Thomas Neuburger um den vierten Platz. Neuburger machte Druck auf Schruf. Rundenlang konnte der Pottensteiner alle Versuche von Neuburger parieren. Gemeinsam schloss das Duo allmählich zu Jasinski auf.
Zur Hälfte des Rennens nutzte Neuburger einen kleinen Fehler des Niederösterreichers und konnte sich an Hanson Schruf vorbeischieben. Kurz danach kassierte Neuburger auch Jasinski. Während sich Neuburger vom Deutschen ein wenig absetzen konnte, kam der österreichische Husaberg-Pilot dem deutschen Husaberg-Piloten immer näher. Fünf Runden vor Schluss konnte Schruf an Jasinski vorbeigehen und befand sich wieder auf Platz vier. An der Spitze machte Rothbauer in der letzten Runde einen kleinen Fehler und musste Schreyer vorbeigehen lassen.

Ergebnis Lauf 1: 1. Schreyer, 2. Rothbauer, 3. Neuburger, 4. Hanson Schruf (Husaberg), 5. Jasinski (Husaberg), 6. Hochreiter

Lauf 2: Platz sechs und kurzes Rätselraten

Auch der Start zum zweiten Lauf glückte Hanson Schruf sehr gut. Er beschleunigte mit seiner Husaberg FS 570 schneller als viele seiner Konkurrenten und bog auf Platz vier liegend in die erste Kurve ein. Gewonnen hat den Start ebenfalls eine Husaberg. Jochen Jasinski kam als Führender aus der ersten Runde zurück. Dicht auf den Fersen von Jasinski war Rothbauer. Die beiden brausten im Doppelpack um den Kurs und konnten sich vom Rest des Feldes absetzen. Rothbauer startet zwar mehrmals einen Angriff auf Jasinski, konnte aber am Deutschen nicht vorbeigehen. In dieser Reihenfolge passierten die beiden auch die Ziellinie.
Dahinter ging es aber heiß her:
Hochreiter hing vom Start weg am Hinterrad von Hanson Schrufs Husaberg und fand bereits in der zweiten Runde eine Lücke um am Pottensteiner vorbei zu gehen. Nur eine Runde später schnappte sich Hochreiter auch den bis dahin Drittplatzierten Bauer.
Hanson Schruf lag nun auf Platz fünf. Aber von hinten machten weitere zwei Fahrer mächtig Druck. Der Niederösterreicher kämpfte zwar, konnte aber Schreyer und Esterbauer nicht hinter sich halten. Hanson Schruf fiel somit auf den siebten Rang zurück.
Esterbauer und Schreyer, der dank seines vorangegangenen Laufsieges zum engsten Kontrahenten um die Staatsmeisterschaftskrone avancierte, machten Druck nach vorne. Während Esterbauer bis auf Platz drei vorfahren konnte, beendete ein technischer Defekt von Schreyer in der achten Runde die Titel-Ambitionen des Deutschen.
Bis zum Ziel wurde zwar noch hart gekämpft, aber an den Positionen änderte sich nichts mehr und Hanson Schruf überquerte auf Platz sechs liegend die Ziellinie.

Trotz Helm konnte man ein großes Fragezeichen in den Augen des Husaberg-Piloten sehen. Erst nach intensivem Rechnen und ein paar qualvollen Minuten kam die erlösende Nachricht: HANSON SCHRUF ist auf HUSABERG österreichischer STAATSMEISTER der Klasse S-Open!

Ergebnis Lauf 2: 1. Jasinski (Husaberg). 2. Rothbauer, 3. Esterbauer, 4. Hochreiter, 5. Bauer, 6. Hanson Schruf (Husaberg)

Mit viel Erfahrung und konstant guten Platzierungen, sowie einer äußerst zuverlässigen und schnellen Husaberg FS 570 konnte der Niederösterreicher die Staatsmeisterschafts­wertung für sich entscheiden.

Meisterschaftswertung:

  1. HANSON SCHRUF (HUSABERG FS 570) - 183 Punkte
  2. Heinz Hochreiter - 179 Punkte
  3. Andreas Rothbauer - 177 Punkte
  4. Christian Enenkel - 163 Punkte
  5. Christian Schreyer - 162 Punkte


Hanson Schruf
zum Gewinn der Meisterschaft: “Ich freue mich riesig über den Titel und kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ich gewonnen habe. Die harte Arbeit hat sich endlich bezahlt gemacht! Vielen Dank an Husaberg für das geniale Motorrad und an alle Sponsoren (WP Suspension, Shell, Akrapovic, Zweirad Schruf, Alpinestars und Michelin) sowie mein Team für die Unterstützung!“