Die vierte und vorletzte Runde der österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft fand im Motorsportpark Bad Fischau in Niederösterreich statt. Hanson Schruf hatte vor diesem Rennwochenende nur einen Punkt Rückstand in der Meisterschaft.
Auf dem engen Kurs mit den wenigen Überholmöglichkeiten ist eine gute Startposition essentiell. Leider lief es gerade im Zeittraining für den Niederösterreicher nicht optimal.
Aufgrund der feuchten Witterungsbedingungen wurde das Zeittraining in der Klasse S-Open ohne Offroad gefahren. Die Reifenwahl gestaltete sich wegen der auftrockneten Strecke als schwierig. Und schwierig war es auch für den Husaberg-Piloten eine schnelle Rundenzeit zu erzielen. Trotz vollen Einsatzes war schlussendlich mit Rang acht nur ein Platz in der zweiten Startreihe drinnen.

Lauf 1: Harter Kampf wurde mit Podium belohnt
Hanson Schruf startet mit seiner Husaberg FS570 vom achten Rang. Auch dank des bärenstarken Motorrads bog der Pottensteiner auf Platz fünf liegend in die erste Kurve ein. An der Spitze liegend konnte sich der wiedergenesene Renè Esterbauer rasch vom Feld absetzen. Dahinter tobte aber ein harter Kampf um die weiteren Positionen. Enenkel auf zwei, Hochreiter auf Rang drei und Neuburger auf Platz vier waren die direkten Konkurrenten von Hanson Schruf. Durch einen Sturz verabschiedete sich Neuburger vom Kampf um das Podium. Hanson Schruf lag nun auf Position vier. Zwischenzeitlich konnte sich auch Hochreiter an Enenkel vorbeischieben. Rundenlang flogen Enenkel und Hanson Schruf simultan um den Kurs.
Nach und nach konnte Hanson Schruf mit seiner Husaberg FS 570 den Druck auf Enenkel erhöhen. Enenkel kämpfte zwar um den dritten Platz, aber rund fünf Minuten vor Rennende musste er den Husaberg-Piloten vorbeilassen. An der Reihenfolge änderte sich bis zur Zielflagge nichts mehr, somit beendete Hanson Schruf den ersten Lauf auf Rang drei.

Ergebnis Lauf 1: 1. Esterbauer, 2. Hochreiter, 3. Hanson Schruf (Husaberg), 4. Enenkel, 5. Schreyer

Lauf 2: Platz vier und trotzdem in Führung
Beim Start zum zweiten Lauf der Supermoto-Staatsmeisterschaft bewies Hanson Schruf, dass er eine gute Reaktionsfähigkeit und einen reichen Erfahrungsschatz hat. Der Husaberg-Pilot lag nach der ersten Kurve auf Platz vier. Das Feld führt, wie im ersten Lauf, Esterbauer vor Hochreiter an. Auf Platz drei folgte Neuburger.
Hanson Schruf konnte das Tempo von Neuburger zwar mitgehen, fand aber trotz zahlreicher Versuche keine ausreichend große Lücke, um auf den dritten Platz vorzustoßen. Im Hinblick auf die Meisterschaft verzichtete der Husaberg-Pilot auf allzu großes Risiko und begnügte sich mit dem vierten Rang.

Ergebnis Lauf 2: 1. Esterbauer, 2. Hochreiter, 3. Neuburger, 4. Hanson Schruf (Husaberg), 5. Enenkel

In der Tageswertung belegte Hanson Schruf hinter Esterbauer und Hochreiter den ausgezeichneten dritten Platz.

In der Staatsmeisterschaftswertung konnte Hanson Schruf einen kleinen Schritt nach vorne machen und holte sich die Führung! Der Husaberg-Pilot hält aktuell bei 150 Zählern und liegt somit vier Punkte vor dem Zweitplatzierten Hochreiter.

Das Finale der österreichischen Supermoto Staatsmeisterschaft findet am 09. Und 10. Oktober am Wachauring in Melk statt. Es wird ein heißer Kampf um die Staatsmeisterschaftskrone.